Hristofor Radanov

Dimitar Hristov

Ivan Kirishev

Stoyan Paurov

Kostadin Genchev

Nikolay Paskalev

Temelko Ivanov

Ivan Georgiev

Lubomira Mancheva

Hristina Beleva

Rudi Weikert

Kirsten Merkes

Anita Bieber

Petyo Kostadinov

Dr. Svetlana Gerling

Dr. Nino Schlegel

Dr. phil. Vladimir Vladimirov

Vera Vogler

 

Nadezda Brajikova – Erscheinung in der bulgarischen Volksmusik:

Als ich das erste Mal von Nadezda Brajikova hörte, war ich Schüler der Oberschule „Philip Kutev“ für Musik in Kotel. Das Album „Bell/Glocke“ (auf Bulgarisch „Kambana“) wurde zu dieser Zeit gerade herausgegeben. Ich werde das Erstaunen der Schüler und Lehrer nie vergessen, als wir das erste Mal von dieser Erscheinung gehört haben. Wir waren alle atemlos und ergriffen. Wir haben leidenschaftlich über Nadezda Brajikova diskutiert. Nach einigen Jahren habe ich ihre Musik wieder entdeckt.
Ich verstand die Formen, die Art und Weise der Konstruktion ihrer Lieder, gekennzeichnet durch lange Phasen, die vorsichtig und sorgfältig aufgebaut wurden, meisterhaft geformt und noch meisterhafter gesungen wurden.
Nadezda Brajikova hat ihre eigene einzigartige Stilprägung beim Komponieren und Singen ihrer eigenen Lieder, welche stark auf dem Folklore Fundament basiert. Sie sind gezeichnet mit Sorgfältigkeit und ausreichend dosiert mit überdachter Form. Meistens sind diese zweiteilig, öfter jedoch auch mal dreiteilig, bei denen jedoch jedes Teil mit einer eigenen Logik und Bedeutung für den Aufbau des Liedes bestückt ist. Die Strophen sind klar und kategorisch, die Melodien und ihre Refrains, sie klingen hell und leicht und werden schnell im Gedächtnis gespeichert. („Tai-Tai“; „Katerina“; „Istina“; „Moma Tana“). Eine andere Methode von Nadezda Brajikova ist die lange Melodieform, die schlangenhaft wie ein Bergbach ohne Refrains fließt, der aber nicht fehlt durch die starke präsente und ausgedachte Melodie(„Ne byagai, Georgi“; „Koledari“; „Dobur den“). Der Text ist sorgfältig ausgewählt und ausführlich in seiner Erzählung, was ihn zu dem Typ Balladen zählen lässt. Aufbereitet und mit Melodie begleitet erscheint er interessant und fesselt die Zuschauer.
Der Sopranklang von Nadezda, gemischt mit dem leicht metallischen Klang, macht ihre Stimme außergewöhnlich  und sofort erkennbar. Was die Ornamentik betrifft, ist sie instrumentell, sauber und stilmäßig perfekt, was ein Gefühl für Virtuosität verschafft. Ihre Stimme ist weich, flexibel und präzise in jeder Note.
Ihre Diapason (Stimmweite) ist sauber und ausgeglichen. Bei dem ganzen Aufwand stellt es eine zusätzliche Leichtigkeit in ihrem Gesang dar und gibt das Gefühl für mehr Volumen. Nicht an letzter Stelle muss ich vermerken, dass das Improvisationstalent von Nadezda eine Fertigkeit ist, die bei sehr wenigen Folklore Interpreten vorhanden ist.
Die Improvisationen von Nadezda klingen mit außergewöhnlicher Energie und mit Sicherheit, was nur das „i Tüpfelchen“ ist, um eine wunderschöne eigene Musik auf Basis der bulgarischen Folkloremusik zu komponieren und zu singen. 

28.08.2013 Stadt Blagoevgrad
Dimitar Hristov - Dirigent des Orchesters der Volksmusik bei dem bulgarischen Nationalradio in Sofia, Komponist und Tamburist



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